26.07.2021
Von der Sonnenblume lernen

Jetzt leuchten sie uns wieder überall entgegen: Die Sonnenblumen. Man sieht sie auf Feldern und in Bauerngärten. Mit ihren großen gelben Blütenkörben sehen sie selbst aus wie kleine Sonnen. Sie „überstrahlen“ regelrecht die anderen Pflanzen. Sie sehen aber nicht nur hübsch aus, sie haben auch einen hohen Nährwert! Sonnenblumenöl ist aus unserer Küche kaum wegzudenken, und geröstete Sonnenblumenkerne sind eine Delikatesse! Eine wahre Power-Pflanze! Woher nimmt sie ihre Kraft? Zum einen braucht sie viel Wasser. In Dürresommern sehen Sonnenblumenfelder traurig aus. Und sie braucht das Licht. Sie wendet ihr „Gesicht“ immer der Sonne zu. Manche lassen sich von der Sonnenblume inspirieren: Sie fragen nach dem „Licht“ in ihrem Leben. Es gibt viele dunkle Orte auf unserer Erde. Menschen werden krank; Menschen werden Opfer von Gewalt und von Naturkatastrophen. Manchmal gehören wir selbst zu denen, die gerade viel durchmachen müssen. Fragen wir nicht nach dem „Warum“. Fragen wir besser nach dem, was jetzt weiterhilft. Was jetzt Licht bringt in die Dunkelheit. Was jetzt das Chaos beseitigt und Hoffnung bringt. Christen sagen: Christus ist unser Licht. So wie er für uns da ist, sollen wir auch füreinander da sein. So wie er für Gerechtigkeit steht, sollen wir das auch tun. Wo habe ich heute Hilfe, menschliche Wärme, Aufrichtigkeit erfahren? Wem kann ich jetzt in den Tagen weiterhelfen, was dient dem Leben, wie kann ich mich dafür stark machen? Möge uns die Sonnenblume an diese Frage erinnern!

Uta Wendel ist Pfarrerin in Finsterwalde und Umland


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