19.07.2021
Sind Sie schon einem Engel begegnet?

Oder haben Sie gar schon einen beherbergt? Die Chancen im Sommer sind dafür besonders gut. Alle, zumindest gefühlt alle, sind unterwegs. So kommt es vor, dass plötzlich Besuch am Gartentürchen steht. Eigentlich ist noch viel zu tun, aber gut, nun sind die Bekannten da. Beim Abschied heißt es: „Schön war es!“ Dann die Gartenparty bei der Freundin. Viele Gäste, bekannte und unbekannte Gesichter, Gespräche und viel Lachen. Wenn da mal nicht Engel darunter waren! Wer weiß? Fest steht: Wenn wir nicht die Tür öffnen oder durch offene Tore gehen, werden wir mit Engeln nicht rechnen können. Sich auf den Weg machen, im besten Falle mit guten Freundinnen, das hat Potential, Ungeahntes und Wunderbares zu erfahren. Ich habe es erlebt bei Besuchen anderer Frauenkreise wie aus Fremden Bekannte werden oder bei der Spreetaufe, wo am Ende ganz unterschiedliche Menschen gesegnet und fröhlich ihres Weges ziehen. Gastfreundschaft ist ein heiliges Gut. In biblischen Zeiten konnte sie lebensrettend sein. Abraham und Sara beherbergten Engel, ohne es zu ahnen. Sie überbrachten dem Paar eine gute Botschaft. Saras Schwangerschaft, an die gar nicht mehr zu denken war. Deshalb die Mahnung in der Bibel: „Vergesst die Gastfreundschaft nicht.“ Das heißt nicht, dass Engel nur Schwangerschaften ankündigen. Das wäre einfältig. Eine Begegnung mit ihnen verändert uns, lenkt unseren Blick auf das Wunderbare, und manchmal rufen sie uns zu: „Fürchte dich nicht!“ Vielleicht sind in diesem Sommer viele Engel mit auf Tour. Sie warten an der Gartentür, an fernen Orten oder gar im Gottesdienst am See auf Sie. Machen Sie Ihr Herz weit, und bleiben Sie empfangsbereit!

Marlies Siegert ist die Beauftragte für die Arbeit mit Frauen im Kirchenkreis Niederlausitz

Quelle Foto: Kirchenkreis Bad Liebenwerda


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