19.08.2021
Pilgertag 2021

Pilgern ist für die Seele wie Musik für die Ohren

Unter diesem Motto haben sich zum 9.Pilgertag wieder Interessierte zusammen gefunden und sind miteinander 16 km von Möglenz über Lausitz nach Wahrenbrück und letztendlich bis Bad Liebenwerda unterwegs gewesen. Begrüßt wurden alle mit dem Pilgerlied aus dem 15.Jhd. „Wer das elent bawen wel“. Es ist ein gesungener Pilgerführer der damaligen Zeit und erzählt in 26 Strophen von der nötigen Ausrüstung und Bekleidung, von besonderen Orten, den Gefahren auf dem Wege usw. Dem waren die neuzeitlichen PilgerInnen an diesem Tage nicht ausgesetzt, sondern hatten viele gute Erlebnisse. So gab es in der Kita von Ute Lubk in Lausitz eine spontane Führung mit Bericht zu ihrem pädagogischen Profil und den weiteren Vorhaben zum Bau des Kinderhauses. Das war alles sehr interessant anzuhören. In der Friedhofskapelle wurde dann eine kleine Andacht gehalten und die Seele geistlich gestärkt. Und so sollte es auch weiter gehen, vorbei an immer noch wunderbar blühenden Feldrändern, satten Wiesen und vollen Flussläufen. So mancher bewegte in der Stille seine eigenen Gedanken oder stimmte in das uns heute so bekannte volkstümliche Wanderlied ein oder erzählte sich mit dem Nachbarn. Denn Gehen bewegt auch die Seele und Musik bringt sie noch einmal ganz wunderbar in Schwingung. Endlich an der Kirche Wahrenbrück angelangt, erwartete alle erst einmal eine Stärkung mit Kaffee und Kuchen. Danach wurde den Klängen der Gebrüder Graun gelauscht und man erfuhr etwas über die Lebensgeschichte dieser in Wahrenbrück geborenen erfolgreichen Komponisten des 18. Jhd. Beseelt von dieser Musik ging es bei wunderbarem Abendlicht entlang der Schwarzen Elster Richtung Bad Liebenwerda. Dort klang der Tag bei einem gemeinsamen Essen aus. Und die Beine durften sich auch entspannen. 

Gemeindepädagogin A. Wurch


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