24.03.2021
Das Leben behält den Sieg

Ein Beitrag von Pfarrer Werner Heizmann

Bis vor wenigen Tagen sah doch alles gut aus. Sinkende Infektionszahlen, der Wert endlich unter hundert. Hoffnung keimte auf, jetzt wird es endlich besser. Doch schneller als die Zahlen sanken, stiegen sie wieder an. Bange Fragen stellen sich: Werden wir Ostern, wie schon im letzten Jahr - und wie Weihnachten – wieder im stillen Kämmerlein, statt im Kreis unserer Lieben feiern? Werden unsere Hoffnungen wieder einmal enttäuscht?

Von enttäuschten Hoffnungen erzählen uns auch die Ereignisse der vor uns liegenden Karwoche. Alles schien gut zu werden. Am Palmsonntag zog Jesus mit seinen Freunden in Jerusalem ein. Die Menge jubelte ihm zu. Alle erwarteten, dass er jetzt zum König gemacht wird, der endlich Frieden bringt. Doch schnell drehte sich das Bild. Aus dem jubelnden Hosianna der Menge wurde die Forderung: Kreuzige ihn! Und die Geschichte Jesu nimmt ihren Lauf. Verrat, Verhaftung, Folter, Tod am Kreuz. Alles schien zu Ende zu sein. Enttäuschte Hoffnung?

Zum Glück wissen wir, wie die Geschichte wirklich ausging. Leid und Tod behielten nicht das letzte Wort sondern Gott. An Ostern hat er Jesus von den Toten auferweckt. Jesus lebt. Er ist da. Zum einen bei Gott. Dann aber auch bei uns. Und das auch in Leid und Not. Er kennt das was uns zu schaffen macht und steht uns bei. Bei allem was geschieht können wir darauf vertrauen, dass Gott das letzte Wort spricht. Das gibt neue Hoffnung: Das Leben behält den Sieg!