20.04.2026
Zukunft gestalten: Kreissynode tagt in Herzberg
Am Samstag, dem 18. April 2026, kamen die Mitglieder der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Bad Liebenwerda in Herzberg zusammen, um über zentrale Fragen der zukünftigen Entwicklung zu beraten. Der Tag machte deutlich: Kirche entsteht nicht nebenbei – sie wird gestaltet, bedacht und gemeinsam getragen.
Den Auftakt des Synodentages bildete eine Andacht in der St. Marienkirche Herzberg. Superintendent Dr. Christoph Gramzow eröffnete den Tag mit ruhigen, konzentrierenden Worten und lenkte den Blick auf das, was die Beratungen tragen soll: die Verantwortung für die Menschen in den Gemeinden und für die Zukunft kirchlichen Lebens vor Ort. Im Anschluss kamen die 29 Synodalen und Stellvertreter im Gemeindesaal zusammen, um die insgesamt zwölf Tagesordnungspunkte zu bearbeiten. Die Beratungen verliefen konzentriert und sachlich. Unterschiedliche Perspektiven wurden eingebracht und sorgfältig abgewogen.
Ein zentraler Punkt war die Jahresrechnung 2025, die vorgestellt, geprüft und schließlich beschlossen wurde. Sie bildet die Grundlage für die finanzielle Planung der kommenden Zeit. Darüber hinaus wurde das Verfahren zur Wahl der Abgeordneten für die Landessynode festgelegt. Besonders intensiv beschäftigte die Synode die Stellenplanung. Angesichts demografischer Veränderungen und begrenzter personeller Ressourcen wurde deutlich, wie wichtig tragfähige Entscheidungen in diesem Bereich sind. Verschiedene Modelle wurden diskutiert, erste Richtungen entwickelt und weitere Schritte vorbereitet. Einen persönlichen und zugleich nachdenklichen Akzent setzte der Bericht des bis vor Kurzem amtierenden und nun stelvertretenden Superintendenten Torben Linke. Er blickte auf seine Amtszeit zurück, benannte Entwicklungen und Herausforderungen und gab Impulse für die kommenden Jahre. Neben diesen übergeordneten Themen fanden auch konkrete Anliegen aus den Kirchengemeinden ihren Platz. Eingebrachte Anträge wurden beraten und erste Schritte zur Umsetzung angestoßen. So zeigte sich, wie eng die Arbeit der Synode mit dem Leben in den Gemeinden verbunden ist. Ein besonderer Höhepunkt war die Vorstellung des neuen evangelischen Gesangbuches durch Kantorin Solveig Lichtenstein. Mit musikalischen Einblicken und kurzen Erläuterungen eröffnete sie einen lebendigen Zugang zu dem neuen Werk.
Die Atmosphäre des Tages wars sachlich und zugleich getragen. Unterschiedliche Meinungen hatten ihren Raum, Entscheidungen wurden verantwortungsvoll getroffen. Die Kreissynode hat damit wichtige Weichen gestellt. Vieles wird sich in den kommenden Monaten weiter konkretisieren. Zum Abschluss bleibt der Dank an alle, die sich in die Arbeit der Synode einbringen. Ihr Engagement, oft im Hintergrund und neben vielen anderen Verpflichtungen, ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Kirche vor Ort lebendig bleibt und sich weiterentwickeln kann.