02.04.2026
Ostergruß 2026

„Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“(Psalm 118,24)

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Manche Tage sind besondere Tage; Tage, die sich uns einprägen und an die wir uns noch lange erinnern werden. Das können schöne, aber auch schwere Tage sein. Für mich war der heutige Tag, der 1. April 2026, so ein außergewöhnlicher Tag. Der erste Tag an neuem Ort, im neuen Amt, vor neuen Aufgaben. Ich habe mich lange auf diesen Tag gefreut, mal verbunden mit Aufregung, mal mit Ungeduld, mal mit Bedenken. Es ist gut, dass dieser Tag heute war. So kurz vor Ostern.

Viel mehr als ich in diesem Jahr sind Sie bei den letzten Vorbereitungen für die Gottesdienste, Musiken, Vespern und Familienfeiern an den Kar- und Ostertagen. Vielleicht haben Sie gerade eine kleine Auszeit, wenn Sie diese Zeilen lesen. Die Kar- und Ostertage sind immer besondere Tage, an denen wir im Verkündigungsdienst besonders gefordert sind, weil viele Menschen an ihnen Besonderes von uns erwarten. Und da sind ihnen beides schuldig: die harte Kost wie das festliche Mahl. So entspricht es dem Evangelium von Tod und Auferstehung Christi, und nur so wird es dem Leben gerecht. Für mich besteht das Besondere darin, dass Gott in beidem mit uns ist. Beides geht ihn bis ins Letzte etwas an. Gott macht den Tag, der ganz der seine ist, den Tag der Freude, zum Tag für uns, indem er den Tag von Trauer und Schmerz zugleich zu seinem Tag macht. Er verwandelt den Tag der Klage in den Tag des Jubels, an dem alle Anteil haben sollen.

Ich danke Ihnen für Ihre wichtigen Dienste, und ich wünsche Ihnen, dass Gottes Geist Sie stärkt für die vor Ihnen liegenden Aufgaben, die schweren wie die schönen, und dass das Besondere des Heils, das nur er schenken kann, in Ihrem Reden und Tun viele Menschen erreicht. Gottes Segen sei mit Ihnen!

Ihr Christoph Gramzow 

Superintendent